Formel 1 startet mit Stromausfall und Wetterproblem
Ein Stromausfall, mieses Wetter und ein kleiner Schreck für Nico Hülkenberg: Der Auftakt der Formel-1-Tests verläuft an gleich mehreren Stellen nicht wie geplant. Beruhigende Konstanz gibt es derweil aber auf der Zeitenliste.
Das Flutlicht streikte, in den Garagen flackerten die Taschenlampen - als die Formel 1 gerade erst losgelegt hatte, stand sie schon wieder still. Ein Stromausfall war das unerwartete Thema des Tages beim Testauftakt in Bahrain, für mehr als eine Stunde ging nichts auf dem Wüstenkurs.
"Es war etwas düster", sagte Mercedes-Pilot George Russell bei Sky: "Als ich herausgefahren bin, dachte ich schon, dass ich das Visier wechseln sollte. Dann habe ich erst gemerkt, dass das Licht nicht brennt." Der Ausfall eines externen Umspannwerkes hatte die Region rund um die Strecke lahmgelegt, als die Dämmerung gerade einsetzte - es war allerdings nicht das einzig Ungewöhnliche.
In der Zeitenliste tat sich zwar wenig Spektakuläres: Vize-Weltmeister Lando Norris im McLaren vor George Russell im Mercedes, Weltmeister Max Verstappen im Red Bull und Charles Leclerc im Ferrari - die vier besten Teams des Vorjahres lagen auf den ersten vier Plätzen. Und auch Lewis Hamilton kam im ersten offiziellen Einsatz für Ferrari ohne größere Auffälligkeiten durch den Vormittag.
Frieren in Bahrain
Die äußeren Bedingungen waren allerdings nicht wie erhofft. "Hier ist alles anders als erwartet", sagte Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko lächelnd und meinte nicht nur den Stromausfall: "Wir dachten, es wird schön warm, und jetzt ist es kälter als in Europa." Eigentlich fliegt die Formel 1 gerade wegen der Wetter-Sicherheit für ihre Tests stets nach Bahrain, zum Auftakt wurde bei starkem Wind und niedrigen Temperaturen nun allerdings gefröstelt, gegen Abend begann es dann auch noch zu regnen.
Einen kleinen Schreckmoment hielt der Tag indes für Nico Hülkenberg bereit. Dem einzigen deutschen Stammpiloten flog ein winzig kleiner Splitter ins Auge, als der Unterboden seines Sauber-Boliden abgeschliffen wurde. Der 37-Jährige beendete die Vormittags-Session daher etwas früher als geplant und ließ sich kurz behandeln. Grund zur Sorge bestand aber nicht, Hülkenberg wird in den weiteren Tests bis Freitag wie geplant zum Einsatz kommen.
Die Testzeit in der Formel 1 ist mittlerweile knapp bemessen, nur insgesamt 24 Stunden verteilt auf die drei Tage von Bahrain stehen den Teams vor dem Saisonauftakt in Melbourne (16. März) zur Verfügung. Immerhin, der Stromausfall stahl am Ende keine wertvollen Minuten: Die Session wurde am Abend entsprechend verlängert - das Flutlicht brannte ja wieder.
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