Der Große Preis von Monaco ist einer der Highlights im Formel-1-Kalender. Eigentlich. Sportlich kann das Rennen nur noch selten überzeugen. Das soll sich künftig ändern: Der Kult-GP bekommt eine Sonderregel für die Boxenstrategie.

Mehr Spannung in der Formel 1: Der Große Preis von Monaco dürfte ab dieser Saison abwechslungsreicher werden. Wie der Automobil-Weltverband FIA mitteilte, gab der Sportbeirat "grünes Licht für die Zwei-Stopp-Regel", die eine "strategische Neuausrichtung des Kultrennens" bezwecken soll. Mindestens drei Reifensätze müssen beim Grand Prix am 25. Mai (15.00 Uhr/Sky und im Liveticker bei ntv.de) von Weltmeister Max Verstappen und Co. verwendet werden, bei trockenem Wetter zwei verschiedene Reifenmischungen.

Wegen der engen Strecke im Fürstentum ist Überholen kaum möglich, wenn die Autos öfter in die Box müssen, könnte dies für mehr Spannung sorgen. Vorher hatte das Reglement vorgesehen, dass bei Rennen unter trockenen Bedingungen mindestens zwei verschiedene Slick-Reifensätze verwendet werden - dafür wäre nur ein Stopp nötig gewesen.

Dies führte 2024 zu einem extrem langweiligen Grand Prix: Die Teams nutzten eine lange Unterbrechung nach einem frühen Unfall zum Reifenwechsel, anschließend mussten die Fahrer nur noch verwalten. Weltmeister Verstappen fand das Rennen damals "sehr langweilig", er hätte sein "Kissen mitbringen" sollen, funkte er an die Box. Ab diesem Jahr könnten solche Funksprüche in Monaco passé sein.

Der Traditionsstandort, der immer wieder mit langweiligen Rennen zu kämpfen hatte, bleibt bis mindestens 2031 im Rennkalender der Formel 1. Der Vertrag wurde im vergangenen November langfristig verlängert. Mit einem Aber: Ab 2026 verliert Monaco damit seinen traditionellen Termin im Mai, künftig wird das Rennen am ersten vollen Juni-Wochenende stattfinden.

Die Zukunft des bei den Fahrern äußerst beliebten Großen Preises war aber auch aus anderen Gründen seit Jahren fraglich. Seit 1955 ist die Strecke ununterbrochen dabei, aufgrund der baulichen Gegebenheiten im Fürstentum wurde sie seither kaum verändert. Mit den modernen Boliden, die deutlich größer sind als in der Vergangenheit, ist echtes Rennfahren in den engen Straßen kaum möglich. Zudem zahlte Monaco traditionell viel weniger Antrittsgage als moderne Rennstrecken und brachte der Formel 1 zumindest auf diese Weise kaum Ertrag. Laut Medienberichten zahlt Monaco unter dem neuen Vertrag eine deutlich höhere Summe.

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