Auf der Website von Elon Musks sogenanntem Kostensenkungsgremium Doge kann offenbar jeder Einträge machen, der ein bisschen Ahnung von IT hat. Laut Insidern wird sie nicht auf Regierungsservern gehostet und hat "jede Menge Fehler im Quellcode".

Das Department of Government Efficiency (Doge) soll laut dem Auftrag von US-Präsident Trump "die Bundestechnologie und -software modernisieren, um die Effizienz und Produktivität der Regierung zu maximieren". Wie nun NBC News berichtet, operiert das Gremium, das keine offizielle US-Bundesbehörde ist und ohne Kontrolle und Aufsicht durch den Kongress agiert, "mit einem ungewöhnlichen Maß an Geheimhaltung, Macht und Reichweite".

US-Bürger werden hauptsächlich über Musks soziales Netzwerk X auf dem Laufenden gehalten - und seit kurzem über doge.gov. Laut einem Bericht von "404 Media" ist die Website allerdings alles andere als sicher. Zwei Informanten zufolge greift sie auf eine Datenbank zu, "die von jedem bearbeitet werden kann".

Hastig eingerichtet

Dem Bericht nach wurde doge.gov hastig eingerichtet, nachdem Musk am vergangenen Dienstag gesagt hatte, um "so transparent wie möglich" zu arbeiten, würde man über Aktionen von Doge auf X und auf der Doge-Website informieren. Doch erst ab Mittwoch wurde doge.gov mit Inhalten gefüllt, wobei es sich im Wesentlichen um Kopien der Posts auf X handelt.

"404 Media" erhielt Informationen von zwei Webentwicklungsexperten, die anonym bleiben wollen, weil sie eine Website der Regierung untersuchen. Sie sagten, doge.gov laufe nicht über Server der US-Regierung, sondern baue auf einer vom Dienstleister Cloudflare gehosteten Pages-Site auf.

"Komplett zusammengeschustert"

Als Beweis dafür, dass jeder auf die Datenbank zugreifen und Einträge machen kann, schrieb einer der Informanten zwei Posts auf doge.gov. Sie lauten: "Das ist ein Witz von einer gov.site" und "DIESE 'EXPERTEN' HABEN IHRE DATENBANK OFFEN GELASSEN - roro". Die Einträge wurden inzwischen gelöscht, sie können aber noch aus einem Archiv von "404 Media" aufgerufen werden.

"Es fühlt sich an, als sei es komplett zusammengeschustert worden", so ein Informant. Der Quellcode enthalte "Tonnen von Fehlern und Schwachstellen". Grundsätzlich habe doge.gov seine Codebasis von GitHub oder so, sagte der andere Webentwicklungsexperte "404 Media". Anstelle eines physischen Servers oder eines Amazon Web Services verwendeten die Ersteller Cloudflare Pages, was benutzerdefinierte Domains unterstütze.

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